Reisen

13. Konzertfahrt nach Erfurt

Am 28. Oktober 2011 machten sich 31 Musikfreunde unserer Staatskapelle auf den Weg zur 13. Konzertfahrt in Richtung Thüringen. Bei sonnigem Herbstwetter war etwa auf der Hälfte der Strecke die Wasserfestung in Heldrungen ein geeigneter Ort für eine Pause. Beim Spaziergang über die gut erhaltenen Wallanlagen, die von breiten Wassergräber umgeben sind, wurde uns die Größe dieser nach dem 30jährigen Krieg erweiterten Festung sehr anschaulich. Auf dem ebenfalls von einem Wassergraben umgebenen inneren Plateau steht das Schloss aus dem 16. Jahrhundert mit dem Rest eines älteren Turmes, in dem Thomas Münzer 1525 nach der Schlacht bei Bad Frankenhausen eingekerkert war. Im Schloss wurde bei der Sanierung 1974/75 eine Jugendherberge eingerichtet, die im nächsten Jahr in die noch nicht ausgebauten oberen Geschosse erweitert werden soll. Aus der Küche wurden wir, wie üblich bei unseren Fahrten, mit einer kräftigen Suppe versorgt und konnten anschließend gestärkt die Weiterreise mit dem Ziel Erfurt antreten.

deco Ansicht der Festung Heldrungen im Ortsbild, von Süden
Abbildung: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (Ulbrich)

Die sehr qualifizierte Führung eines Denkmalpflegers in der beeindruckenden Altstadt durch enge Gassen, über Durchgangshöfe in geschlossenen Quartieren, mit der Besichtigung einer zu Urnenbestattungen in sogenannten Kolumbarien genutzten Kirche und anschließend des Domes endete in der Severikirche auch auf dem Domberg, wo wir mit Orgelmusik empfangen wurden, einem Programmpunkt, der inzwischen zu einer willkommenen Tradition bei unseren Konzertfahrten geworden ist.

Den Abend füllte ein Konzert im neuen Großen Haus des Erfurter Theaters dargeboten vom Philharmonischen Orchester Erfurt in Kooperation mit der Thüringischen Philharmonie Gotha unter der Leitung des Generalmusikdirektors Walter E. Gugerbauer. Wir hörten im voll besetzten Haus von

Sehr positiv haben alle aufgenommen, dass die Blumen von einer Musikerin aus der Gruppe der 1.Geigen an die Solisten und den Dirigenten überreicht wurden. Wir erlebten auch die Tradition in diesem Orchester, als ein Musiker, in diesem Fall der erste Posaunist, am Ende des Konzertes mit einem Ständchen der Blechbläser und mit einer Rede des Orchesterchefs nach seinem vieljährigen Dienst aus dem Orchester verabschiedet wurde.

Die Heimreise durch die Nacht war kürzer als gedacht und damit endete eine wieder gelungene Konzertfahrt, die auf eine Fortsetzung im Frühjahr hoffen lässt.

Gotthard Voß
Vorstandsvorsitzender

12. Konzertfahrt

Die 12. Konzertfahrt fand am Sonntag dem 22. Mai 2011 statt und stand unter dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, sieh das Gute liegt so nah“ und 33 Personen nahmen daran teil. Das Gute war in unserem Fall das Leipziger Gewandhaus, in dem vom 17. bis zum 29. Mai 2011 ein mit großartigen Orchestern ( u. a. Gewandhausorchester, New York Philharmonic, London Symphony Orchestra, Wiener Philharmoniker) besetztes Internationales Mahler-Festival stattfand. Der Ansturm auf die Karten war so groß, daß schon ein halbes Jahr vor diesem Termin viele Konzerte ausverkauft waren. Dank der Bemühungen des Vorstandes und insbesondere von Herrn Poser war es gelungen, Karten für ein Konzert des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam unter der Leitung von Fabio Luisi am Sonntag, dem 22. Mai zu erhalten. Gegeben wurden die „Totenfeier“ und „Das Lied von der Erde“ von Gustav Mahler. Da das Konzert schon um 11:00 Uhr begann, war kein Vorprogramm zum Thema „Baukunst“ eingeplant. Trotzdem blieb Zeit, die Veränderungen in der Gestaltung des Platzes zwischen Gewandhaus und Oper mit der noch im Aufbau befindlichen neuen Universitätskirche und den angrenzenden Gebäuden auf sich wirken zu lassen, denn die Besuche der Einzelnen in Leipzig sind doch eher sporadisch. Im Gewandhaus war eine kleine Ausstellung zu Leben und Werk von Gustav Mahler mit besonderem Gewicht auf seine Leipziger Zeit zu betrachten, so daß sich jeder noch einmal auf das zu erwartende Musikerlebnis einstimmen konnte. Der Konzertsaal war komplett gefüllt und die ausgezeichnete Akustik des Gewandhauses brachte das hervorragende Spiel des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam unter der Leitung von Fabio Luisi und den exzellenten Vortrag der beiden Interpreten Anna Larsson (Alt) und Robert Dean Smith (Bariton) voll zur Geltung. Das Publikum war begeistert und feierte Musiker und Sänger mit stürmischem Beifall. Nach einem kurzen Fototermin vor dem Gewandhaus trat unsere kleine Reisegruppe wieder die Heimfahrt nach Halle mit der Gewißheit an, ein wundervolles Konzert erlebt zu haben.

Klaus-Rüdiger Groth

Bilder von der 12. Konzertfahrt
Foto: Karl-Heinz Poser
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Foto: Karl-Heinz Poser
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