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10. Konzertfahrt nach Berlin am 18.Mai 2010

Berlin ist eine Reise wert, so sagt man. Mit dieser Erwartung starteten am Sonntag, den 18. April 48 Freunde unserer Gesellschaft (in Berlin kamen 3 weitere hinzu) die 10. Konzertfahrt nach Berlin. Die Reise stand wieder unter dem Motto „Musik und Baukunst“. Wenn Engel reisen, ist nichts anderes zu erwarten: Es war ein traumhafter Sonnentag mit vorsommerlichen Temperaturen.
Und wieder gestaltete unser bewährter „Organisator und Reiseleiter“ Gotthard Voß die Busfahrt durch Erläuterungen und Kommentaren zu Sehenswertem an der Strecke interessant und kurzweilig. So zum Beispiel eingangs Berlin seine Bemerkungen zur „Avus“. 1913 begannen die Arbeiten für eine nur für Autos zugelassene Straße. Die Rennstrecke für den Auto-Rennsport wurde am 24. 9. 1921 eröffnet und nach einer wechselvollen Geschichte am 1. Mai 1999 geschlossen.
Für Autofahrer auf der Avus zählen die Zuschauertribüne wie der Funkturm zu den ersten und letzten Grüßen Berlins. Die Tribüne kündet als Baudenkmal von den einstigen Avusrennen und auch von dem drohenden Verfall. Der Funkturm (Höhe 150 m) als „Lange Lulatsch“ bekannter Sendemast wurde 1924 bis 1926 nach Plänen von Heinrich Straumer erbaut und galt als Wahrzeichen der neuen technischen Ära.
Unsere Fahrt führt uns weiter über die einstige Prachtstraße Berlins, den Kurfürstendamm. Auf Wunsch des Reichskanzlers Otto v. Bismarck wurde die ehemalige Reitverbindung zum Grunewald ab 1873 zu einem 53 m breiten Boulevard ausgebaut. Bis zum Ersten Weltkrieg entwickelte sich der Kaiserdamm in rasantem Tempo zum Vergnügungs-, Kauf- und kulturellen Zentrum des Neuen Westens. Nach der Wende sank die Bedeutung des Kaiserdamms. Es setzte eine Rückbesinnung auf das historische Zentrum in Berlin Mitte ein.
Wir erreichen die Siegessäule auf dem Großen Stern. Sie wurde von 1864 bis 1873 nach Plänen Heinrich Stracks erbaut. Die Säule trägt eine 8,30 Meter hohe und 35 Tonnen schwere Bronzefigur. Die Skulptur wurde von Friedrich Drake als Viktoria die Siegesgöttin, im Volksmund „Goldelse“ genannt, erschaffen. Seit März 2010 wird die Siegessäule umfassend renoviert.
Der Weg führt uns jetzt zu einem Höhepunkt unserer Fahrt, dem „Neuen Museum“. Das Gebäude wurde zwischen 1843 und 1855 erbaut, ist Teil des Weltkulturerbes „Berliner Museumsinsel“ und gilt als Hauptwerk des Architekten und Schinkel-Schülers Friedrich August Stiller. Der Zweite Weltkrieg hinterließ das Neue Museum nach Bombenangriffen weitgehend als Ruine. 1986 und 1989 begannen erste Arbeiten zum Wiederaufbau, die nach der Wiedervereinigung zunächst eingestellt wurden. Erst 1999 bis 2009 wurde das Museum nach auch kontrovers diskutierten Plänen des englischen Architekten David Chipperfield für etwa 295 Millionen Euro wiederaufgebaut und am 16. Oktober 2009 wiedereröffnet.
Dank der guten Vorbereitung der Reise durch Herrn Voß (wie immer) bekamen wir nach ganz kurzer Wartezeit unsere Eintrittskarten und konnten mit sachkundiger Führung das Innere des Museums sowie die ausgestellten Exponate besichtigen. Jeder von uns wird in unterschiedlichem Maße von dem, was hier geschaffen wurde, beeindruckt gewesen sein. Wir dürfen uns glücklich schätzen , dass wir dieses einzigartige Zeugnis deutscher Museumsgeschichte im Rahmen einer Konzertfahrt besichtigen durften.
Nach dem Museumsbesuch flanierten die Musikfreunde aus Halle unter den Linden und nutzten die Zeit für eine Mittagspause mit einer kleinen Stärkung.
Zum guten Schluss fehlte noch die Musik. Dazu begaben wir uns in die Berliner Philharmonie. Berühmte Chefdirigenten haben dem Orchester Ansehen und Weltgeltung verschafft, so unter anderem Hans von Bülow, Artur Nikisch, Wilhelm Furtwängler, Sergio Celibidache, Herbert von Karajan, Claudio Abbado, Simon Rattle.
Nachdem das alte Stammhaus der Berliner Philharmoniker am 30. Januar 1944 durch Fliegerbomben zerstört wurde, ist seit 1963 die von Hans Scharoun konzipierte Philharmonie am Kemperplatz in Berlin-Tiergarten die neue Heimstätte des Orchesters. Das Gebäude ist asymmetrisch und zeltartig mit einem großen Konzertsaal erbaut. Auf allen Plätzen ist eine ausgezeichnete Akustik zu genießen. Die Architektur ermöglicht es, dass die Künstler inmitten der Zuhörer sitzen. Der große Saal bietet 2440 Sitzplätze. Wegen der zirkusartigen Bauform wird die Philharmonie im Berliner Volksmund auch scherzhaft „Zirkus Karajani“ genannt.
Die Konzertfreunde hatten das Vergnügen, folgende Werke zu hören:
Johann Sebastian Bach, Konzert für Clavier und Streicher, BWV 1052,
Joseph Haydn, Symphonie Nr. 100, Militär-Symphonie,
W. A. Mozart, Don-Giovanni-Overtüre, KV 527,
W. A. Mozart, Klavierkonzert Nr. 20, KV 466.
Nach dem Konzert wurde die Heimreise angetreten. Es war ein erlebnisreicher Tag mit schönen Erlebnissen und wunderbaren Eindrücken.
Danke, danke, danke sehr verehrter Herr Voß.
Fazit: Berlin war eine Reise wert !!!

Christa und Siegfried Pannicke

Foto: Siegfried Pannicke
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9. Konzertfahrt nach Neuschwanstein 25.-27.Mai 2009

Am Freitag, den 25. September 2009 war es wieder soweit. Mitglieder der Freundesgesellschaft trafen sich zur ihrer 9. Konzertfahrt unter dem Motto „Musik und Baukunst.“ Bei wunderschönem Wetter begann die Busfahrt pünktlich 7.00 Uhr. Am Steuer begleitete uns 3 Tage auf zirka 1.300 Km Thomas Glaser, unterstützt von Navigator Gotthard Voß. Unterwegs durch den Thüringer Wald beeindruckten uns die Meisterleistungen der Tunnel - und Brückenbauer. Pünktlich 11.00 Uhr trafen wir im weltberühmten Kurort Bad Kissingen ein. Bad Kissingen ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Unterfranken und liegt an der fränkischen Saale südlich der Rhön. Ergänzend zum vorgesehenen Programm wurde uns eine Besichtigung des Kurtheaters unter sachkundiger Führung angeboten. Dieses Jugendstiltheater wurde 1905 nach Plänen von Max Littmann fertig gestellt. Weitere Gebäude von Littmann sind die Wandelhalle, die Brunnenhalle, die wir besichtigen konnten, und der Regentenbau. Wegen einer Veranstaltung konnte die Führung im Regentenbau nur im begrenzten Rahmen stattfinden. Nach einer kurzen Mittagspause, die wir im Sonnenschein sitzend bei einem kleinen Imbiss genießen durften, wurde unsere Fahrt fortgesetzt.

Das nächste Ziel war die Abtei Neresheim. Dort erwartete uns ein Meisterwerk der europäischen Barockbaukunst – die Abteikirche. Sie wurde nach dem Abbruch des Vorgängerbaues von 1747 bis 1782 nach Plänen von Balthasar Neumann gebaut. Er starb 1753, sodass die Bauleitung seinen Schülern übertragen wurde. In der Kirche wurde für uns zusätzlich zur Kirchenführung als „Schnäppchen“ die schöne Orgel gespielt.. Nach bewegenden Worten unseres Vorsitzenden Herrn Voß gedachten wir in der Kirche unserer verstorbenen Mitglieder Frau Wünsch und Frau Dr. Schuchardt.

Eine Stärkung mit Kaffee und Kuchen in den Klostermauern machte uns fit für den letzten Abschnitt des Tages. Der Bus brachte uns nach Kempten, wo wir uns im „Fürstenhof“ einquartierten. Nach dem Frühstück führte uns ein Gang durch die Altstadt von Kempten zur Residenz. Kempten war seit 1289 geteilt in die dem König unmittelbar unterstellte Freie Reichsstadt –die Altstadt – und das selbstständige katholische Stiftskloster. Diese Teilung führte zu ständigen Auseinandersetzungen zwischen den Reichsbürgern und dem Abt des Fürststiftes Kempten. Erst 1802 wurde Kempten zu einer einheitlichen Stadt. Wir besichtigten die Fürstliche Residenz, die als Kloster und Regierungssitz eine Doppelfunktion hatte. Die prunkvolle und reiche Ausstattung sowohl der Residenz als auch der Basilika St. Lorenz sind sehr beeindruckend.

Weiter ging die Fahrt nach Schwangau – leider Nebel. Hier hatten wir zunächst Zeit zum Mittagessen. Am frühen Nachmittag wurde trotz immer dichter werdenden Nebels eine Besichtigung des Schlosses Neuschwanstein vorgenommen. Das Schloss ließ Ludwig II von Bayern erbauen. Der Bau war beim Tod Ludwig II am 13. Juni 1886 nach 17-jähriger Bauzeit nicht vollendet. Dennoch beherbergt das Schloss eine große Zahl prunkvoller Innenräume, so beispielsweise den Thronsaal, den Sängersaal und die Wohnräume des Königs. Es ist das berühmteste seiner Schlösser, wird nicht zu Unrecht als „Märchenschloss“ bezeichnet, und zählt in der Hochsaison bis zu 10.000 Besucher am Tag. König Ludwig II wohnte nur 176 Tage im Schloss, wo er am 9. Juni 1886 entmündigt wurde.

Der Höhepunkt unserer Reise war ohne Zweifel das Schlosskonzert am Abend im Sängersaal. Es musizierte unsere Staatskapelle unter der Leitung von Generalmusikdirektor Karl-Heinz Steffens. Richard Wagners „Siegfried – Idyll“ „Vier letzte Lieder“ von Richard Strauss und Beethovens „Sinfonie Nr. 3“ waren im Programm. Es war schon ein unbeschreibliches Erlebnis, diese Klänge in den historischen Mauern zu hören!!! Nach dem unvergesslichen Abend ging es morgens durch die Alpen wieder nach Hause. Der Nebel lichtete sich und die Sonne begleitete uns, sodass wir die beeindruckende Bergwelt erleben konnten. Zwischenstation war Ingolstadt an der Donau, nach München die zweitgrößte Stadt in Oberbayern. Zunächst besuchten wir die Asamkirche (offiziell St. Maria de Victoria Kirche). Mit dem Bau des als Versammlungsraum und Oratorium einer Studentenverbindung konzipierten barocken Gebäudes wurde 1732 begonnen. 1807 wurde dieser Kongregationssaal zur Kirche erhoben. Die reiche Innenausstattung ist überwiegend im Stil des Rokoko gestaltet. Als Abschluss des Konzertteiles unserer Reise konnten wir in der Kirche ein Orgel- und Kammermusikkonzert hören. Den Teil Baukunst beschlossen wir mit der Besichtigung des Münsters. Im Jahre 1425 begann der Bau der katholischen, spätgotischen Hallenkirche und wurde erst 100 Jahre später abgeschlossen. Ein besonderes Merkmal ist die Übereckstellung der beiden Türme, wobei der Nordturm unvollendet blieb. Herzog Ludwig VII stiftete 1438 ein wertvolles Marienbildnis (1807 zerstört) , welches zum Namensgeber der Kirche wurde: „Zur Schönen Unserer Lieben Frau“. Nach einer Mittagspause ging es via Raststätte Hirschberg nach Halle zurück. Damit endete unsere wunderschöne Reise, die unvergessen bleiben wird.

Nun zum guten Schluss: Lieber Herr Voß ganz herzlich vielen, vielen Dank für all das, was Sie für diese Reise getan haben und wir erleben durften –Dank auch an Ihre Helfer-. Sie haben sich wieder einmal übertroffen!!! Wie soll, so fragt man sich, eine Steigerung bei der „Zehnten“ möglich sein?

Christa und Siegfried Pannicke

Bilder von der 9. Konzertfahrt
Foto: Siegfried Pannicke
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Foto: Siegfried Pannicke
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Foto: Siegfried Pannicke
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Foto: Siegfried Pannicke
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Foto: Siegfried Pannicke
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Foto: Siegfried Pannicke
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8. Konzertfahrt nach Weimar am 1.März 2009

Am Sonntag, den1. März, waren Mitglieder der Freundesgesellschaft und wenige Gäste zu ihrer 8.Konzertfahrt unter dem Motto „Musik und Baukunst“ unterwegs. In Naumburg stand zunächst ein Rundgang durch die Altstadt auf dem Programm mit einem Blick auf das Äußere des einmaligen Domes, dem Eindruck gut erhaltener und instandgesetzter Straßenzüge, einem Aufenthalt im eindrucksvollen Marientor und dann mit der überraschenden Ankunft auf dem Marktplatz, einem der schönsten Stadtbilder unseres Landes geprägt vom Rathaus, Reihen von Bürgerhäusern aus der Zeit der Renaissance bis zum Barock, überragt von der Kirche St. Wenzel – und über allem strahlender Sonnenschein.

An der Wenzelskirche wurden wir vom Organisten Herrn Franke erwartet, der erst kürzlich die Nachfolge von Frau Irene Greulich eingetreten hat, die für ihren Einsatz zum Erhalt und Restaurierung der einmaligen Orgel unvergessen bleiben wird. Dieses 1743-46 entstandene große Werk des Orgelbaumeisters Zacharias Hildebrandt, das 1746 von Johann Sebastian Bach und Gottfried Silbermann abgenommen wurde, ist vor wenigen Jahren dem Originalzustand weitgehend angenähert wieder hergestellt worden. Herr Franke hat uns die Orgel mit all ihren Möglichkeiten in sehr verständlicher Weise vorgeführt und als Höhepunkt Werke von Johann Sebastian Bach erklingen lassen. Wenn es in der Kirche auch noch sehr kalt war, wurde dieses Konzert in dem vom Sonnenlicht durchfluteten Raum zu einem unvergesslichen Erlebnis.

In Weimar war nach einem kurzen Stadtrundgang die Anna-Amalia-Bibliotek mit ihrem nach der Brandkatastrophe wieder instandgesetzten Rokoko-Saal unser nächstes Ziel. Die sehr kompetente Führung hat bei allen einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Danach lud der erste frühlingshafte Sonnentag zu einem Spaziergang durch die liebenswerte Klassikerstadt und durch den Ilmpark ein.

In der voll besetzten Weimarhalle, ein Bau von 1998, gehörten wir dann zu den Zuhörern des 6.Sinfoniekonzertes der Staatskapelle Weimar, die unter der Leitung des Gastdirigenten Stefan Solyom mit sehr großem Orchester aufspielte. Es erklangen:

Von Christopher Theofanidis, einem amerikanischen Komponisten, Rainbow Body, von Bela Bartok das Konzert für Violine und Orchester Nr.2 mit der Solistin Mirjam Contzen und von Ludwig van Beethoven die Sinfonie Nr.2 D-Dur op.36.

Es war wieder eine gelungene Konzertfahrt, die mit der neunten im September zu einem Konzert mit unserem Orchester unter Leitung von GMD Karl-Heinz Steffens auf Schloss Neuschwanstein eine Fortsetzung unserer zu einer guten Tradition gewordenen Reihe finden wird. Die Plätze für diese Fahrt sind allein von Mitgliedern unserer Freundesgesellschaft ausgebucht. Sollten Sie Interesse daran haben, bei einer der nächsten Fahrten dabei zu sein, lohnt es, Mitglied bei uns zu werden, womit Sie ohnehin einen guten und sinnvollen Beitrag zur Unterstützung unseres Orchesters leisten.

Gotthard Voß
Vorstandsvorsitzender

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MUSIK BRAUCHT FREUNDE

Mitgliederversammlung am 24. 11. 2009 im Kunstforum Halle

Der Einladung zur Mitgliederversammlung waren 36 Mitglieder gefolgt! Zu Beginn stimmten uns Frau Helga Seidel (Klavier) und Herr Ralf Mielke (Flöte) musikalisch mit 2 kurzen Stücken ein.
Herr Voß begrüßte die Anwesenden und übergab das Wort an Herrn Hirschinger, als Vertreter des Orchsters (Sprecher des Vorstandes).
Musik Braucht Freunde – dies ist ein gutes Motto und das Orchester bedankt sich für den Beistand in Krisenzeiten.
2006 – die Staatskapelle feierlich gegründet - hieß es 2007 schon wieder Abbau der Kapelle auf 108 Stellen. In diesen unruhigen Zeiten stand die Freundesgesellschaft dem Orchester zur Seite und hat mit ihren Möglichkeiten und gemeinsam mit den Orchesterkollegen Widerstand geleistet.
Dieser Abbau wurde vorerst abgewendet. Aber auch 2008 ging es schon wieder um Sparzwänge und Abbau um 1/3 auf 99 Stellen.
Die Freundesgesellschaft hat sich eingebracht im Kampf um den Erhalt des Orchesters in jetziger Stärke. Es gab einen Aktionstag, einen 12stündigen Musikmarathon im Institut für Musik, ein Forum mit Abgeordneten und nochmals eine große Unterschriftensammlung. 16.000 Unterschriften konnten der Stadtverordnetenversammlung am 26. November 2008 übergeben werden. Das Orchester ist vorerst erhalten geblieben, d.h. allerdings, dass es vorläufig keine Zuwächse geben wird. Die Zeiten bleiben unruhig.
Zu erwähnen ist weiter der ausgeschriebene und inzwischen vergebene Förderpreis an Studenten des Institutes für Musik. Der Wettbewerb dazu am 12. November hatte ein hohes Niveau, wie auch Herr Steffens als Juryvorsitzender in seiner abschließenden Bewertung feststellte. Die Sieger werden im Frühjahr 2010 in einem Sonderkonzert mit der Staatskapelle zu hören sein. Diese Zusammenarbeit könnte der Musikkultur in Halle einen zusätzlichen Impuls geben.
Aber die Zeiten bleiben unruhig um die Kultur und deshalb ist es gut, Freunde zu haben, denn Musik braucht Freunde – so beschloss Herr Hirschinger sein Grußwort.

Herr Voß gab danach seinen Bericht zur Arbeit des Vorstandes im vergangenen Jahr. Er erinnerte zuvor kurz an die Gründung bzw. Neugründung unserer Freundesgesellschaft, die 1991 gegründet und 2004, also vor 5 Jahren, auf Initiative des damaligen Orchester- vorstandes, besonders zu erwähnen Stefan Pokdrack, „wieder belebt“ wurde. Von den Mitgliedern der ersten Stunde sind Frau Schreiber und Herr Pannicke immer noch dabei. In den letzten 5 Jahren ist viel geschehen und die Gesellschaft hat von sich reden gemacht. Immerhin gibt es jetzt 150 Mitglieder – 2004 waren es 8.

Auch im vergangenen Jahr gab es keine Ruhe um das Orchester, und die Freundes- Gesellschaft mischte sich ein.
Es gab einen Aktionstag im N.T., der gemeinsam mit dem Orchester erfolgreich geplant und durchgeführt wurde. Bei dieser Gelegenheit zeigte das Orchester eine mit viel Einsatz gestaltete Ausstellung, die auch für die Konzertbesucher der Händelhalle zu sehen war. Außerdem gab es als Solidaritätsaktionen einen Musikmarathon im Musikinstitut und ein Chorsingen hallescher Chöre in der Marktkirche. Bei all diesen Aktionen hat die Gesellschaft eng mit dem Orchester zusammengestanden. Wiederholungen sollten angesichts der zu erwartenden Kürzungen in den Kulturhaushalten unbedingt angedacht werden. Die Kultur-GmbH wurde gegründet, in die das Orchester eingebunden ist, wenn auch die weitere Eigenständigkeit des Orchesters wünschenswert gewesen wäre.
Inzwischen sichert ein Haustarifvertrag vorerst die Existenz der Staatskapelle. Die Musiker mussten jedoch finanzielle Einschnitte hinnehmen.
Als Gesellschaft sind wir vielfältig präsent: Wir haben während der Sinfoniekonzerte unseren Stand mit neuen Informationen im Foyer der Händelhalle. Zu unseren Foren nach den Montagskonzerten „Publikum trifft Musiker“ hatten wir auch im vergangenen Jahr bei erfreulich zunehmender Zahl an Zuhörern interessante Gaste, zu erwähnen am Ende der Spielzeit Herr GMD Karl- Heinz Steffens mit seiner Bilanz und am 16. November die Schlagzeuggruppe, die sich mit großem Engagement vorbereitet hatte bis hin zu einer Tanzeinlage. Dieser und ähnliche Auftritte beweisen, wie sehr auch die Musiker am Kontakt mit dem Publikum interessiertsind. Für diese spontane Bereitschaft zur Mitgestaltung hat Herr Voß den Musikerinnen und Musikern nachdrücklich gedankt.

Zu berichten war über unsere 2 Konzertfahrten im letzten Jahr. Die 8. führte uns im März nach Naumburg und Weimar und die 9. nach Neuschwanstein. Beide Reisen wurden zu einem Unvergesslichen Erlebnis. Im Schloss Neuschwanstein erlebten wir im Festsaal ein großartiges Konzert unseres Orchesters und hatten unterwegs an verschiedenen Orten bleibende Eindrücke. Die 10. Konzertfahrt – ebenfalls wieder unter dem Motto „Musik Und Baukunst“ - hat im April Berlin zum Ziel, wo wir nach dem Besuch des Neuen Museums ein Konzert der Berliner Philharmoniker in der Philharmonie erleben werden. Die ausliegende Anmeldeliste hat sich an diesem Abend schon vollständig gefüllt.

Frau Schuschke-Badstübner, unsere Schatzmeisterin, gab eine Übersicht über die finanzielle Lage der Freundesgesellschaft und erläuterte die Mittelverwendung für erste Förderungen:

Herr Poldrack als Kassenprüfer bestätigte die Richtigkeit der Kassen- und Buchführung und schlug die Entlastung des Vorstandes vor, dem die Mitglieder einstimmig folgten.

Herr Voß informierte abschließend darüber, dass wir unsere Mitgliedersammlung nächstens im Januar veranstalten werden, d.h. nach Abschluss des Rechnungsjahres.

Mit persönlichen Gesprächen und einem Umtrunk, spendiert vom Orchester, wofür Herrn Hirschinger gedankt wurde, klang die Mitgliederversammlung aus.

Schreiber 24. 11. 2009

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Am Ende der Spielzeit 2008/2009 und zu Beginn der sommerlichen Semesterferien an der Martin-Luther- Universität hat die Gesellschaft der Freunde der Staatskapelle Halle e.V. einen Förderpreis für Studierende des Institutes für Musik der MLU ausgelobt. Die vom Vorsitzenden der Freundesgesellschaft Gotthard Voß und dem Direktor des Institutes für Musik Prof. Dr. Georg Maas unterzeichnete und inzwischen in der Universitätszeitung veröffentlichte Ausschreibung beinhaltet die Modalitäten und den Ablauf des Wettbewerbes, der im November ausgetragen wird. Die Preisträger werden dann im Mai 2010 im Rahmen eines öffentlichen Konzertes der Staatskapelle zu hören sein. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung

MUSIK BRAUCHT FREUNDE

Gesellschaft der Freunde der Staatskapelle Halle e.V.

Förderpreis für Musik 2009

Absicht und Zielstellung:
Als Leistungsanreiz bei der studentischen Instrumental- oder Gesangsausbildung und zur Belebung der Zusammenarbeit zwischen der

Staatskapelle Halle und dem Institut für Musik der Martin-Luther-Universität,

beispielhaft für die Vernetzung zwischen Kultureinrichtungen der Stadt Halle, schreibt die

Gesellschaft der Freunde der Staatskapelle Halle e.V. einen

Förderpreis für Studierende des Institutes für Musik

aus, der im November 2009 ausgewertet und danach bekannt gemacht werden soll.

Die Verantwortung für die Organisation und Durchführung des Wettbewerbes liegt bei der Leitung des Institutes für Musik im Einvernehmen mit dem Vorstand der Freundesgesellschaft. Die Leitung der Staatskapelle wird nach Bedarf eingebunden.

Teilnahmeberechtigung:
Zur Teilnahme sind alle Studierenden am Institut für Musik berechtigt. Voraussetzung ist die schriftliche Zustimmung der Hauptfachlehrkraft.
Die begleitenden Personen müssen nicht, können aber auch, teilnahmeberechtigt im oben genannten Sinn sein.

Anmeldung und Programm:
Die Ausschreibung erfolgt durch Aushang im Institut und Bekanntmachung in der universitären und der örtlichen Tagespresse. Anmeldungen sind über die Fachlehrkraft bis zum Ende des Sommersemesters 2009 im Sekretariat des Institutes abzugeben.
Als Programm sind ein Pflichtstück nach Vorgabe der jeweiligen Fachlehrkraft und ein Wahlstück, beide von insgesamt ca. 20 Minuten Dauer, vorzutragen.

Ablauf des Wettbewerbes:
Die Preisträger werden in einem öffentlichen Vorspiel am 12. und 13. November 2009 ermittelt. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden unmittelbar nach dem Ende der Juryberatung bekannt gegeben.

Jury:
Der Jury werden angehören:
3 Mitglieder des Lehrkörpers (je 1 Hauptfachlehrer), 1 Studentenvertreter des Institutes für Musik,
3 Vertreter des Orchesters, abhängig von den jeweiligen Wettbewerbsteilnehmern,
der Generalmusikdirektor Karl-Heinz Steffens und ein Vertreter der Freundesgesellschaft.

Preise:
Das Preisgeld beträgt:
für den 1. Preis 1.000 €,
den 2. Preis 800 € und
den 3. Preis 600 €
und ist zusätzlich mit der Verpflichtung verbunden, als Solist in einem Sonderkonzert der Staatskapelle Halle im Frühjahr 2010 aufzutreten

Im Rahmen des Preisträgerkonzertes werden die Preise öffentlich vergeben.

Ansprechpartner in allen Fragen der Durchführung sind Herr Prof. Jens Marggraf vom Institut für Musik und Herr Gotthard Voß, der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft der Freunde der Staatskapelle Halle e.V., in engem Kontakt mit der Leitung der Staatskapelle.

Halle im Juni 2009

Gotthard Voß
Vorstandsvorsitzender

Prof. Dr. Georg Maas
Direktor des Institutes für Musik

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Förderpreis für Musik 2009, Preisträger

MEDIENINFORMATION

„MUSIK BRAUCHT FREUNDE“

Hallenserin Julia Preußler geht als erste Preisträgerin des Förderpreises für Musik hervor, der erstmals von der Gesellschaft der Freunde der Staatskapelle Halle e. V. für Studierende des Instituts für Musik ausgeschrieben wurde.

In einem fulminanten Konzert präsentierten sich am Donnerstag Abend im voll besetzten Konzertsaal des universitären Musikinstituts acht Studierende aus sechs Ländern, die sich um den Förderpreis für Musik 2009 für Studierende des Instituts für Musik bewarben. Dieser war erstmalig und beispielhaft für die Vernetzung zwischen Kultureinrichtungen der Stadt Halle von der „Gesellschaft der Freunde der Staatskapelle Halle“ ausgeschrieben worden.

Zur Teilnahme qualifiziert hatten sich drei Pianistinnen und Pianisten aus Russland, Korea und Brasilien, ein polnischer Gitarrist sowie Gesangsstudentinnen koreanischer, kanadischer und deutscher Herkunft, die sowohl in Bachelor- und Masterstudiengängen als auch im Aufbaustudiengang „Konzertexamen“ an der halleschen alma mater immatrikuliert sind.
Mit ihren jeweils 20-minütigen Konzertbeiträgen aus Pflicht- und Wahlstücken stellten sich durchweg alle Bewerberinnen und Bewerber mit Bravour dem Urteil der hochkarätig besetzten Jury unter Vorsitz des GMD Karl-Heinz Steffens, deren weitere Mitglieder sich aus Orchestervertretern der Staatskapelle Halle und der Freundesgesellschaft, Professoren des Musikinstituts sowie einer Studentenvertreterin zusammensetzten.

Nach dem wunderbaren Konzertabend und spannenden Minuten der Auswertung beglückwünschte GMD Karl-Heinz Steffens zunächst alle acht Teilnehmer und zeigte sich hocherfreut über die Professionalität und das durchweg hohe künstlerische Niveau, bevor er die von der Jury ausgewählten Preisträger des Abends bekanntgab.

Vergeben wurden zwei dritte Preise für die Pianistinnen Irina Chevtchenko und Jaeeun Lee sowie ein zweiter Preis für den Pianisten Allan Duarte Manhas aus der Klasse von Professor de Almeida. Der erste Preis wurde der aus Halle gebürtigen Sopranistin Julia Preußler aus der Gesangsklasse von Prof. Meier-Schmid für ihr gesangskünstlerisches, mit Witz und Charme dargebotenes Programm zuerkannt. Die Preisträger werden in einem Sonderkonzert im Mai 2010 gemeinsam mit der Staatskapelle Halle zu hören sein.

Foto: Christine Klein
deco GMD Karl-Heinz Steffens, Julia Preußler (1. Preis), Irina Chevtchenko und Jaeeun Lee (3. Preis), Allan Duarte Manhas (2. Preis), Gotthard Voß (Freundesgesellschaft der Staatskapelle Halle) (von rechts)
Foto: Christine Klein
deco alle Wettbewerbsteilnehmer

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Gesellschaft der Freunde der Staatskapelle Halle

Offener Brief:

Verehrte, liebe Freunde und Sympathisanten der Staatskapelle Halle,

mit diesem Schreiben wende ich mich im Namen des Vorstandes unserer Freundesgesellschaft an Sie alle, die die Unterschriftenaktion zugunsten der Erhaltung dieser Staatskapelle unterstützt haben:

an Sie, die vielen aus dem Publikum,

an prominente Dirigenten, Solisten und Persönlichkeiten, unter denen ich stellvertretend Daniel Baremboim, Ricardo Chailly, Peter Rösel., Dr. Strulick von der DOV, Prof. Marggraf,

an die vielen Sympathisanten in Sachsen-Anhalt und auch weit darüber hinaus,

an die Musikerinnen und Musiker von Orchestern in Sachsen-Anhalt und in der Bundesrepublik Deutschland. An die R.-Fr.-Singakademie, den Stadtsingechor.

Wir danken Ihnen dafür, dass Sie mit Ihrem Namenszug in den Unterschriftenlisten ein Zeichen der Solidarität für unsere Bemühungen, die schmerzliche Entwicklung der Staatskapelle Halle doch noch abzuwenden, und Ihre Solidarität mit dem Orchester bekundet haben.

Die Aktion selber, an der sich viele helfend beteiligt haben und die von einer Ausstellung und verschiedenen Veranstaltungen bis hin zu einem Protestaufzug vor dem Landtag in Magdeburg begleitet waren, kann als eine sehr gelungene in die Geschichte der Staatskapelle und unserer Gesellschaft eingehen. Auch an diese vielen Aktiven wenden wir uns mit unserem Dank. Gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern konnten wir eine Welle breiter Solidarität auslösen, die hoffentlich noch ein wenig weiter trägt.

Der erhoffte Erfolg dieses Zeichens gelebter Demokratie ist dagegen leider ausgeblieben. In der Fragestunde der Stadtratssitzung am 26. November, die die abschließende Lesung zur Gründung der Kultur GmbH, in der die Staatskapelle eingegliedert werden soll, auf der Tagesordnung hatte, konnte der Vorstand der Freundesgesellschaft dem Vorsitzenden des Stadtrates und der Frau Oberbürgermeisterin 16.057 Unterschriften übergeben. Die Listen waren auf drei Tapetenrollen im Durchmesser von 60 cm mit einer Gesamtlänge von 500 m befestigt und ergaben so ein eindruckvolles Bild.

Während der sich später anschließenden Aussprache ist dieser Ausdruck einer Bürgermeinung aus keiner Fraktion noch von der Stadtverwaltung gewürdigt worden. Auch die Presse hat dazu geschwiegen. Es gab zwar noch verschiedene Versuche, durch Änderungsanträge die beabsichtigte Reduzierung des Orchesters von 152 auf 99 Stellen zu verhindern, doch diese positiven Ansätze kamen viel zu spät. Am Ende gab es eine, wenn auch knappe, Zustimmung zu der Beschlussvorlage.
Wenn wir auch deprimiert sind, dürfen wir dennoch in unseren Aktivitäten nicht nachlassen, bei denen uns die Gewissheit Ihrer Solidarität mobilisierend motiviert.

Ihnen allen noch einmal dankend, grüße ich Sie mit guten Wünschen im Advent und zur Weihnachtszeit.

Ihr Gotthard Voß, Vorstandsvorsitzender

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